KTZV B642 Parkstetten

Helle Großsilber

Der Helle Großsilber ist eine mittelgroße Rasse (4,5–5,5 kg) mit dunkelblauer Unterfarbe und silberfarbener (bläulichweiße) Deckfarbe. In der Deckfarbe sind schwarze Stichhaare gleichmäßig verteilt. Die Jungtiere sind vor der Umfärbung blauschwarz gefärbt. Die Rasse stammt aus Frankreich, wo sie in der Champagne gezüchtet wurde. Nach Deutschland eingeführt wurde das Helle Großsilber 1911 von Nestler (Dresden) unter der Bezeichnung Champagne-Silber die kurze Zeit später in Französische Riesen-Silberkaninchen geändert wurde, was angesichts der Tatsache, dass es sich um eine mittelgroße Rasse handelte, ein unglückliche Namenswahl war. Joppich beschreibt, dass die ursprünglich eingeführten Tiere eine dunklere Farbe der Extremitäten (Ohren, Masken, Augenringe, Läufe und Blume) aufwiesen (Vergleiche auch Darwins Beschreibung des Silberkaninchens). Bis 1942, als die Umbenennung zu Helle Großsilber erfolgte, war die Rasse, für die bald das Zuchtziel einer gleichmäßigen Silberung erreicht, wurde als Französische Silber bekannt. Der Helle Großsilber teilt damit das Schicksal des Japanerkaninchens, beide Rassen sollten offenbar den Bezug zum jeweiligen Kriegsgegner verlieren. Die in Deutschland angestrebte gleichmäßige Silberung wich offenbar soweit von den Zuchtzielen anderer Länder ab, dass in den Bewertungsbestimmungen für Rassekaninchen in sozialistischen Ländern ein Französisches Silber neben dem Hellen Großsilber aufgeführt wurde. Bei dieser Rasse wurden die kürzer behaarten Körperpartien (Schnauze, Augenringe, Ohren, Läufe und Blume) als etwas dunklere Abzeichen verlangt. Der heutige Europastandard kennt den Hellen Großsilber als Großsilber, hell, daneben existiert der Champagnesilber in einer Schweizer und einer französischen Zuchtrichtung.

Züchter:
Paulus Wolfgang, Unterhartberg 3, 94360 Mitterfels, 09961/6527
                 Sagmeister Hubert, Berghof 10, 94377 Steinach, 09428/8506